Strände in Mecklenburg-Vorpommern

Baderegeln, Rettungsschwimmer, Hundestrände, FKK & barrierefrei Baden

Strand in Ueckermünde, Mecklenburg-Vorpommern
Zugang zum Strand in Ahrenshoop
Familie am Ostseestrand
Hund am Ostseestrand
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Die Ostseeküste und Seenlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern bietet eine beeindruckende Vielfalt an Bademöglichkeiten für alle Bedürfnisse – vom klassischen Familienstrand über actionreiche Wassersportstrände bis hin zu ruhigen Naturbuchten und ausgewiesenen FKK- oder Hundestränden. Ob du mit Kindern reist, mit deinem Hund Urlaub machst, barrierefreie Zugänge benötigst oder einfach in der Sonne entspannen willst: In MV findest du deinen Lieblingsstrand – mit Sicherheit, Service und Natur pur.

Sicherheit beim Baden: Rettungsschwimmer & Badeaufsicht

In Mecklenburg‑Vorpommern übernehmen DLRG, Wasserwacht und kommunale Dienste die Badeaufsicht an Ostsee, Seen und Flüssen. Die Hauptsaison läuft von Ende Mai (oft Pfingstwochenende) bis Mitte/Ende September. Typische Einsatzzeiten sind täglich von 09:00/10:00 bis 18:00 Uhr, in stark frequentierten Orten mitunter länger.

Strandflaggen: Bedeutung & Verhalten

Die Flaggen an bewachten Stränden geben wichtige Hinweise zur aktuellen Bade- und Wetterlage:

FlaggeBedeutung
🟨 Gelb-RotRettungsschwimmer im Dienst – bewachte Badestelle
🟨 GelbGefahrenlage (z. B. starker Wellengang, Wind) – Baden mit erhöhter Vorsicht
🟥 RotBadeverbot – Lebensgefahr durch Strömung, Sturm oder Sichtverhältnisse
⚫⚪ Schwarz-Weiß         Wassersportzone – kein Badebereich (z. B. für Surfer, SUP, Boote)

 

 

Wichtige Baderegeln in MV

  • Nie unbeaufsichtigt baden – besonders Kinder nie allein lassen
  • Nur an bewachten Stränden baden
  • Nicht mit vollem Magen, unter Alkohol oder bei starkem Sonnenbrand ins Wasser
  • Bei Kälte oder nach langem Sonnenbad langsam abkühlen
  • Strömungen, Wellen, Windrichtungen beachten – besonders an der offenen Ostsee
  • Nicht direkt bei Seebrücken schwimmen - halte immer einen Abstand von 10 Metern
  • Verlassen Sie bei Gewitter sofort das Wasser
  • Wassersportbereiche meiden
  • Meide Seebereiche mit Wasserpflanzen, sehr schlammigem oder felsigem Grund
  • Keine Tiere mit in den Badebereich nehmen (außer an Hundestränden)
  • Respektiere Natur- & Umweltschutzregeln – keine Pflanzen zerstören oder Tiere stören
  • Alarmiere bei vermissten Personen am See sofort die Rettungsschwimmer bzw. Rettungsdienste (Tel. 112)
Rettungsschwimmer in MV – Sicherheit an Küste & See

In Mecklenburg‑Vorpommern übernehmen sowohl die DLRG als auch die DRK‑Wasserwacht die Wachaufsicht an Stränden und Seen. Ehrenamtliche Rettungsschwimmer sichern in der Badesaison zwischen Mai und September vielfältige Abschnitte – von der Ostseeküste über Inseln wie Rügen und Usedom bis zu beliebten Badeseen im Binnenland. In der Hauptsaison sind typischerweise täglich von 9–10 Uhr bis 18 Uhr Rettungstürme und Wachstationen besetzt.

Ort / GewässerOrganisationSaisonTägliche ZeitenBesonderheiten
Warnemünde (Strandaufgang 3)DLRG / Wasserwachtab 10. Mai – Mitte Sep.9:00–18:00Hauptrettungsturm besetzt 
Rostock & Küstenlinie (~16 km)DLRGMitte Juni – Saison9:00–18:00Ca. 200 Schwimmer sichern die Küste
Glowe (Rügen)DRK‑Wasserwacht24. Juni – 10. Sept.10:00–18:00Mobiler Turm an Tromper Wiek, inkl. Boot/SUP/AED
Zippendorfer Strand (Schwerin)DRK‑Wasserwacht          Badesaison (vermutl. Mai–Sep.)                                              tagsüber (Wochenende +)                              Wachstation am Binnengewässer
Weitere Ostseestrände (siehe Wasserwacht MV)        DRK‑WasserwachtSaison ähnlich wie Glowe9/10–18:00Orte wie Zinnowitz, Ahlbeck, Karlshagen etc.
Binnenseen MV (Seen wie Tollensesee, etc.)DRK‑WasserwachtMeist Mai–September, ausgenommen Wochentagsoft nur am Wochenendekleine Wachstationen, meist rundum Wochenende
Hundestrände in Mecklenburg-Vorpommern

Für Urlauber mit Hund gibt es entlang der Ostseeküste und an vielen Seen ausgewiesene Hundestrände. Diese Strandabschnitte sind mit Schildern markiert und bieten ausreichend Platz für Spiel, Badespaß und Erholung – sowohl für Zwei- als auch Vierbeiner.

🦴 Regeln für Hundestrände:

  • Leinenpflicht: Je nach Ort unterschiedlich – in der Hauptsaison (1. Mai bis 30. September) meist Pflicht
  • Hundekotbeutel mitführen & nutzen
  • Keine Hunde an bewachten Badestränden
  • Respektvoller Umgang mit anderen Gästen

🔗 Mehr Informationen findest du auf unserer Seite: Urlaub mit Hund in MV

Barrierefrei Baden in MV

Immer mehr Orte in MV investieren in barrierefreie Strandzugänge, um Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen den Zugang zum Wasser zu ermöglichen. Das betrifft nicht nur den Weg zum Strand, sondern auch rollstuhlgerechte Sanitäranlagen, spezielle Strandrollstühle und in einigen Fällen auch mobile Rampen bis ins Wasser.

Beispiele für barrierefreie Strände:

  • Kühlungsborn: Strandrollstuhl, breiter Holzsteg
  • Zinnowitz (Usedom): Lift, Strandmobil
  • Boltenhagen: behindertengerechte Sanitäreinrichtungen
  • Schweriner See: barrierefreie Badestellen mit Rampe

📍 Hier findest du eine Übersicht barrierefreier Strandabgänge & Angebote:
Barrierefrei baden in MV

FKK-Strände an Ostsee & Seen

Mecklenburg-Vorpommern ist traditionell freundlich gegenüber Freikörperkultur (FKK). Viele Ostseebäder und Naturseen bieten speziell ausgeschilderte FKK-Strände, an denen textilfreies Baden in entspannter Atmosphäre möglich ist.

🔹 Bekannte FKK-Spots:

  • Prerow (Darß)
  • Ahlbeck & Zempin (Usedom)
  • Rerik & Kühlungsborn
  • Müritz & Schweriner See

Noch mehr FKK Badestellen findest Du hier.

FKK-Strände sind meist deutlich gekennzeichnet und befinden sich außerhalb der Hauptbadebereiche. Bitte achte auf gegenseitige Rücksichtnahme und Strandregeln.

Strände mit Wassersportmöglichkeiten

Wer Abwechslung zum Sonnenbaden sucht, findet in MV viele Strände mit Wassersportangeboten – ideal für Abenteuerlustige:

Beliebte Aktivitäten:

  • Stand-Up-Paddling (SUP)
  • Kitesurfen & Windsurfen
  • Kajak- & Kanutouren
  • Segeln & Katamaran
  • Wasserski & Wakeboarding

Mecklenburg-Vorpommern ist ein echtes Paradies für Wassersportfans – egal ob du Surfen, Segeln, Stand-Up-Paddling oder die neuesten Trends wie E-Foiling oder Wingsurfen ausprobieren möchtest. Entlang der Ostseeküste und an den zahlreichen Seen des Binnenlandes findest du perfekte Bedingungen für jeden Geschmack – von ruhigen SUP-Spots bis zu Hotspots für Adrenalinjunkies.

Ostseeküste: Wellenreiten, Kiten, SUP & mehr

Die Ostseeküste bietet ideale Voraussetzungen für Wind- und Wassersport – dank weitläufiger Strände, guter Windverhältnisse und einer hervorragenden Infrastruktur.

Ein absoluter Anziehungspunkt ist Warnemünde mit seiner belebten Promenade, einem breiten Sandstrand und vielfältigen Wassersportmöglichkeiten wie Windsurfen, Kitesurfen, Segeln oder SUP. Besonders beliebt ist hier die Supieria Rostock, ein professionelles Wassersportcenter direkt an der Mole. Ob Einsteigerkurs oder fortgeschrittenes Training – hier findest du alles rund ums Stand-Up-Paddling und Wingfoiling.

Auch Graal-Müritz, Kühlungsborn, Nienhagen und Rerik bieten großartige Bedingungen für Wassersportler. In Rerik kannst du zum Beispiel sowohl auf der offenen Ostsee als auch im geschützten Salzhaff segeln oder kiten – ein ideales Revier für Anfänger und Fortgeschrittene. In Boltenhagen wartet mit dem Aqua Fun Park ein echtes Highlight auf Familien und Action-Fans: Auf dem Wasser schwimmen riesige Luftkissen, Rutschen und Klettertürme – Spaß garantiert!

Ein Geheimtipp für Natur- und Surfbegeisterte ist der Weststrand auf dem Darß: Wild, naturbelassen und perfekt für erfahrene Wellenreiter, die abseits des Trubels unterwegs sein wollen. Im benachbarten Prerow kannst du SUP-Boards leihen, an Surfkursen teilnehmen oder mit dem Segelboot die Küste erkunden.

Die Inseln Rügen, Usedom und Poel bieten nicht nur traumhafte Strände, sondern auch vielfältige Wassersportangebote. In der Binzer Bucht auf Rügen findest du beste Bedingungen für SUP und Kitesurfen – ebenso in Dranske, das als Kitespot bekannt ist. Auf Usedom gibt es zahlreiche Wassersportschulen, unter anderem in Heringsdorf und Koserow. Die Insel Poel, insbesondere der Strand „Am Schwarzen Busch“, bietet ruhige Bedingungen für SUP-Touren und Segelausflüge.

Moderne Trends wie E-Foiling und Wingsurfen gewinnen auch in MV an Beliebtheit. Einige Anbieter, unter anderem an der Wohlenberger Wiek oder in der Region um Zingst, bieten Kurse und Verleihstationen für diese innovative Art des Gleitens über das Wasser.


Seen und Binnengewässer: Paddelparadiese & Freizeitspaß

Nicht nur an der Küste, auch im Binnenland lockt Mecklenburg-Vorpommern mit idealen Bedingungen für Wassersport. Die Mecklenburgische Seenplatte gilt als größtes zusammenhängendes Wassersportrevier Europas – perfekt für entspannte Paddeltouren, Kanufahrten, Hausboote, aber auch Segeln, Wakeboarden und sogar Wasserski.

Allen voran begeistert die Müritz – Deutschlands größter Binnensee – mit einer Vielzahl an Wassersportmöglichkeiten. Rund um Waren (Müritz), Rechlin oder Klink findest du Segelschulen, SUP-Verleih, Motorbootcharter sowie Möglichkeiten zum Tauchen und Wakeboarden.

Der Plauer See, Kölpinsee, Fleesensee oder der Tollensesee bei Neubrandenburg sind ebenfalls Top-Adressen für Wassersport. Hier kannst du nicht nur paddeln oder segeln, sondern auch Wasserski fahren – etwa am Wasserskilift Neustrelitz. Auch das Wingsurfen und Foilen wird hier zunehmend angeboten.

In der Nähe von Schwerin bietet der Schweriner See mit seiner beeindruckenden Schlosskulisse ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten für Wassersportaktivitäten – von Segeltörns bis hin zu Kajakausflügen. Auch hier gibt es professionelle Anbieter, bei denen du modernstes Equipment leihen oder Kurse buchen kannst.

Interaktive Karte: Strände entdecken

Auf unserer interaktiven Karte findest du schnell deinen Wunschstrand – inkl. Filterfunktion für:

✅ FKK-Strände
✅ Hundestrände
✅ Barrierefreie Zugänge
✅ Strände mit Wassersport
✅ Naturstrände an Seen & Flüssen

Notfall am Strand – so handelst du richtig

Sommer, Sonne, Strand – das ist Urlaubsfeeling pur. Doch trotz aller Erholung kann es jederzeit zu einem Notfall kommen. Ob Sonnenstich, Kreislaufkollaps oder Badeunfall: Wer am Strand Erste Hilfe leisten kann, rettet im Ernstfall Leben.

Damit du im Notfall besonnen und richtig reagierst, haben wir die wichtigsten Hinweise für dich zusammengefasst.

1. Ruhe bewahren und Überblick verschaffen

Auch wenn es hektisch wird: Versuche ruhig zu bleiben. Verschaffe dir einen Überblick über die Situation. Was ist passiert? Wie viele Personen sind betroffen? Besteht akute Lebensgefahr?


2. Hilfe organisieren

Rufe sofort professionelle Hilfe: Notruf 112. Am besten gibst du folgende Informationen weiter:

  • Wer ruft an?
  • Was ist passiert?
  • Wo genau befindet sich der Notfallort?
  • Wie viele Verletzte gibt es?
  • Welche Art von Verletzungen?
  • Warten auf Rückfragen!

Wenn Rettungsschwimmer vor Ort sind, sprich sie sofort an. Viele Strände in Mecklenburg-Vorpommern sind in der Badesaison durch die DLRG oder Wasserwacht überwacht.


3. Erste Hilfe leisten

Ist die Person bewusstlos, aber atmet noch? Dann bring sie in die stabile Seitenlage und überwache die Atmung.

Atmet die Person nicht mehr oder ist leblos? Dann beginne sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW):

  • 30 x Herzdruckmassage
  • 2 x Beatmung
  • Wiederhole den Rhythmus bis Hilfe eintrifft.

Hinweis: Scheue dich nicht davor, Erste Hilfe zu leisten – du kannst nichts falsch machen, aber durch Nichtstun riskierst du Menschenleben.


4. Eigenschutz nicht vergessen

Achte auf deine eigene Sicherheit – vor allem im Wasser! Bei Badeunfällen solltest du dich nicht selbst in Gefahr bringen. Nutze möglichst Hilfsmittel wie Rettungsringe, Schwimmnudeln oder Wurfleinen.


5. Orientierung vor Ort: Rettungspunkte

Viele Strände in MV sind mit Rettungspunkt-Schildern ausgestattet. Merke dir beim Strandbesuch immer den nächstgelegenen Strandaufgang oder Rettungspunkt – er ist im Notfall der wichtigste Orientierungspunkt für Rettungskräfte.

 

FAQs
Was bedeuten die Flaggen an den Stränden?
  • Gelb-Rot: Rettungsschwimmer im Dienst
  • Gelb: Vorsicht – Gefahrenlage
  • Rot: Badeverbot
  • Schwarz-Weiß: Nur für Wassersport – kein Baden erlaubt
Gibt es an der Ostsee barrierefreie Strände?

Ja, viele Kurorte und Städte bieten barrierefreie Zugänge mit Rollstegen, Strandrollstühlen und sanitären Anlagen. Eine Übersicht gibt es hier.

Welche Strände und Seen in Mecklenburg-Vorpommern bieten Wassersportmöglichkeiten wie SUP, Surfen oder E-Foiling?

In Mecklenburg-Vorpommern findest du zahlreiche Strände und Seen mit vielfältigen Wassersportmöglichkeiten. An der Ostseeküste bieten Orte wie Warnemünde (mit der Supieria Rostock), Kühlungsborn, Rerik, Prerow und Boltenhagen (mit Aqua Fun Park) beste Bedingungen für Surfen, Kiten, Stand-Up-Paddling (SUP), Wingsurfen und E-Foiling. Auch auf den Inseln Rügen, Usedom und Poel kannst du Wassersport erleben – von Segeln bis Foilen. Im Binnenland locken die Müritz, der Plauer See, der Schweriner See und viele weitere mit Angeboten wie Kanu, Kajak, Wakeboard, Segeln und Motorbootfahren. Viele Spots sind familienfreundlich und bieten Verleihstationen oder Kurse für Einsteiger.

Darf mein Hund überall an den Strand?

Nein, nur an ausgeschilderten Hundestränden. In der Hauptsaison ist meist Leinenpflicht. Bitte Hundekotbeutel nutzen und Rücksicht auf andere nehmen.

Eine Übersicht über Hundestrände, Leinenpflicht sowie weitere nützliche Informationen findest Du hier.

Wo finde ich FKK-Strände in MV?

An vielen Abschnitten der Ostsee & an Seen. Meist außerhalb der bewachten Bereiche, gut ausgeschildert – z. B. auf Usedom, Rügen, in Kühlungsborn oder an der Müritz.

Eine Übersicht über die schönsten FKK Strände findest Du hier

Was soll ich tun, wenn am Strand ein Notfall passiert?

Bei einem Notfall am Strand ist es wichtig, ruhig zu bleiben, die Situation zu überblicken und schnell Hilfe zu holen – wähle den Notruf 112 und gib genaue Informationen zu Ort, Geschehen und Anzahl der Betroffenen an. Sprich – wenn vorhanden – direkt die Rettungsschwimmer an. Leiste Erste Hilfe, z. B. durch stabile Seitenlage oder Herz-Lungen-Wiederbelebung. Achte dabei auch auf deine eigene Sicherheit, vor allem bei Badeunfällen. Viele Strände in Mecklenburg-Vorpommern verfügen über Rettungspunkt-Schilder – merke dir bei Ankunft den Strandzugang oder Rettungspunkt, um im Ernstfall gezielt Hilfe zu holen.